Undemokratische Zeiten

Wer wählt die denn? 

Der Hype um den AfD-Chaotenverein wundert mich. Warum nichts über andere Parteien jenseits von SPDCDUGRÜNEFDP?

Es wird der Fehler gemacht, kritische Betrachter unserer Zeit ständig in Schubladen zu stecken. Gegen AfD kann man im Wahllokal sein, aber Hetze „gegen Parteitag“ ist nicht „Protest gegen AfD-Programm“. Ich bin Demokrat. Die Hetze ist undemokratisch.

Als ich gegen Atomtests agitierte, nannte man mich Grüner und Linker (während Stasileute n der Kölner SPD auch noch Geldspenden einer Müllfirma annahmen). 

Als ich gegen Atommülllager war, nannte man mich Kommunist, als ich hier im Ort vorschlug, Flüchtlinge in leerstehende Gebäude einzuquartieren, nannte mich die SPD Verräter und verweigerte Zusammenarbeit. Als ich mithelfen wollte, IS und Kriegsverbrecher unter den Eingewanderten heraus zu filtern, verweigerte man die Kommunikation. Und nun, als ich gegen Islamo-Faschismus und Nationalislamismus anredete, nennt man uns rechts. Ich kotze über die undemokratische verlogene Gesellschaft, die das Wort im Mund rumdreht.

Meditation über Mk. 14,3-9 Palmarum (Autor: Reinhard Gaede, Pfr. i.R.)

Pfarrer i.R. Dr. Reinhard Gaede

Meditation über Mk. 14, 3-9, Palmarum

Es ist Mittwoch in der Karwoche, nach jüdischem Kalender der 13. Nissan, zwei Tage vor dem Passafest, dem 15. Nissan am Freitag, dem höchsten Fest der jüdischen Gemeinde. Beim Mahl werden sie wieder die Geschichte von der Befreiung aus der Sklaverei nach Gottes Willen erzählen und feiern. Und die Erinnerung nährt die Hoffnung auf die Befreiung aus jeglicher Unterdrückung, damals von römischer Zwangsherrschaft. In Bethanien, einem kleinen Ort südöstlich von Jerusalem, etwa 2,7 km von der Stadt entfernt – der Name bedeutet Haus der Feigen –, ist eine Tischgesellschaft versammelt. Simon, der Gastgeber, hatte Grund, dankbar und froh zu sein. Er hatte an einer schlimmen Hautkrankheit gelitten, die ihn isoliert hatte und war wieder gesund geworden, wahrscheinlich durch die Hilfe Jesu. Die Gesellschaft tafelt, bequem wie üblich auf Polstern liegend. Da öffnet sich die Tür. Die Anwesenden glauben ihren Augen nicht zu trauen. Da kommt eine Frau einfach herein, dringt ein in eine Männer-Runde. Das gehörte sich doch nicht! Geradewegs geht sie auf Jesus zu. In der Hand trägt sie ein weiß bis rötlich schimmerndes Gefäß mit einem langen Hals, ein Salbengefäß aus Alabaster. Jetzt ein knackendes Geräusch. Sie hat das Gefäß zerbrochen; sie gießt den ganzen Inhalt über Jesu Haupt. Nichts bleibt zurück, nichts wird gespart von diesem kostbaren Inhalt: Echtes Nardenöl, das kostbarste Öl, das man kannte, gewonnen aus der Nardenpflanze, die in Indien wächst. Ein wunderbarer, ja betäubender Duft erfüllt den Raum. Wie sehr erfrischt musste sich jetzt der Geehrte fühlen! Eine Wohltat für die Haut, die in glühender Sonne leicht trocken wird. Eine Wohltat für die Sinne durch den unbeschreiblich guten Geruch. Aber was hatte das sonst noch zu bedeuteten? Was wollte die Frau mit dieser Salbung, diesem uralten Ritual, sagen? Männer Israels wurden durch die Hand von Propheten zu Königen gesalbt. Es war bekannt, dass Frauen berühmten Rabbinern das Haupt salbten, um die Lehrer dadurch zu ehren. Aber auch das war bekannt und wurde im Lied der Lieder, dem hohen Lied, besungen: Für die Braut ist der Bräutigam ein König; ihren Bräutigam beschenken Bräute mit dem wunderbaren Duft der Nardensalbe, dem Kostbarsten, was sie besaßen. Gezeigt hat diese Frau: Jesus soll nicht nur höchste Ehre, sondern auch ihre ganze Liebe bekommen.

Freuen sich jetzt der Gastgeber und die Gäste über die Ehre und Liebe, die Jesus zuteil wird? Im Gegenteil! Protest erhebt sich. „Verschwendung“, raunen und murmeln die Männer. Wie kann man dieses teure Öl so vergeuden?! Gute Rechner sind sie. Das ist doch der Jahreslohn eines Arbeiters, der da ausgeschüttet wird, mehr als 300 Denare. Und sozial engagiert sind sie: Was hätte man für die Armen mit dieser Summe alles tun können?!

Die Frau muss das mit anhören. Beschämt steht sie da. Wie lange hatte sie gespart! Gerne hatte sie alles hergegeben, um Jesus Ehre und Liebe zu erweisen. Wird sie jetzt weinen oder kann sie ihre Fassung vor den fremden Männern bewahren?

Da greift Jesus ein. Er nimmt die Frau in Schutz. „Lasst sie in Frieden!“ sagt er. „Warum quält ihr sie?“ Er hat gesehen, was die Männer nicht beachtet haben: Die Frau ist beleidigt worden, sie ist jetzt traurig. Und dann ersetzt er den Tadel durch Lob und Anerkennung. „Schön“ nennt er die Tat der Frau. Schönheit setzt er der praktischen Kosten-Nutzen-Rechnung entgegen.

Hier halten wir inne. Im Sinne einer Kosten-Nutzen-Rechnung lohnte sich wirklich vieles in unserer Kirche nicht. Die teuren Orgeln und ihre Wartung, die Blumen auf dem Altar, die Kunstwerke in der Kirche, kostbare bunte Fenster, silberne oder goldene Abendmahlskelche und Hostien-Teller, schöne Taufschalen. Was könnte man mit dem Geld nicht sonst alles anfangen? Aber Jesu Kriterium „Schönheit“ steht für Ehre und Würde. Weil Gott uns dient mit seinem Wort, dienen wir ihm hingebungsvoll mit Liedern und schöner Musik, mit Kunstwerken, alles ihm zu Ehren.

Und dann erinnert Jesus daran, dass nicht nur Pläne, Rechnungen und Kalkulationen unser Denken beherrschen sollen, sondern dass der Mensch im Mittelpunkt stehen soll. Jesus lässt es sich gefallen, dass die Frau ihm Ehre und Liebe erweist. Nun schützt sein Wort die Tat der Frau vor Missdeutung. Beweggrund ihres Handelns war Ehre und Liebe, die sich in Zärtlichkeit und hingebungsvollem Opfer ausdrückte. Schön war ihre Tat. Die Schriftgelehrten kannten den Unterschied zwischen Almosen und so genannten Liebeswerken. Almosen hießen die Geldspenden für die Armen. Liebeswerke gehen über das finanzielle Opfer hinaus. Ein schönes Werk ist ein Werk aus Liebe. Das hat sie getan.

In Zeiten öffentlicher Spar-Haushalte wird in unserer Gesellschaft wieder der Wert des Ehrenamts erkannt. Von „Wertschätzung“ spricht man oder man sucht sie vergebens. Jesus setzt neue Maßstäbe. Taten aus Liebe sind unschätzbar wertvoll.

Dann erklärt Jesus den kühlen Rechnern: Gelegenheiten, armen Menschen Gutes zu tun, gibt es immer. Aber „mich habt ihr nicht allezeit“. Jetzt wird sein Wort zum Abschiedswort. Sein Leiden und Sterben hat er schon dreimal seinen Freunden angekündigt. Sie reagieren wie wir, wenn einer unserer Lieben von seinem Tod spricht. „Das kann doch nicht wahr sein!“ Aber die Gegner Jesu haben seinen Tod schon beschlossen, erzählt der Evangelist Markus zuvor. Der Verrat des Judas beginnt, erzählt er danach. Inmitten von Hass und Verrat steht also die zärtliche Zuwendung, die opfermütige Liebe dieser Frau. So wie eine Blume zwischen Stacheldraht erblüht. Oder wie eine freundliche Hand, die den streichelt, der von Feinden und Mördern bedroht ist. „Sie hat getan, was sie konnte“, sagt Jesus. So hat er die arme Witwe gelobt, die das Letzte, was sie hatte, hingab, ihr Scherflein in den Gotteskasten. Das ist das Neue, was Jesu Freunde lernen. „Mathetai“ werden die Jünger in griechischer Sprache genannt, das bedeutet: Sie sind Lehrlinge, Lernende; von Jesus lernen sie. Er hat sie die Liebe zum nächsten Mitmenschen gelehrt. Er hat sie aber auch die Liebe zu Gott gelehrt. Gott und den Nächsten zu lieben, ist die Zusammenfassung des Gesetzes, das höchste Gebot. Und wie die Liebe zu Gott mit der Nächstenliebe zusammengehört, gehört auch das Handeln im Sinne Jesu zusammen mit der Liebe zu ihm. Das sollen auch wir uns merken. „Was würde Jesus dazu sagen“, war die Leitfrage Martin Niemöllers (1892-1984), des Vertreters der Bekennenden Kirche im Nazi-Reich, des Präsidenten im Ökumenischen Rat der Kirchen, vor allen Entscheidungen. So würdigt Jesus das Tun der unbekannten Frau. Ohne Schutz vor Missverständnissen lässt er sich ihr Streicheln, ihre Zärtlichkeit, ihre wohltuende Pflege als einen Liebeserweis gefallen.

Und wieder überraschend deutet er ihr Tun im Blick auf sein eigenes Schicksal: „Sie hat meinen Leib im voraus gesalbt für mein Begräbnis“, sagt er. So sieht er die Welt, wie sie ist: Bosheit, Grausamkeit, List und Mord, Leiden und Sterben der Opfer. Unter den Opfern jetzt auch er. Aber mitten darin die Tat einer Frau: Zärtliche Zuwendung, pflegende Liebe.

Wir hören die Worte in einer Zeit maßloser Raffgier und ungleicher Verteilung der Güter im Land. Der wirtschaftliche Aufschwung der letzten Jahre ist bei den unteren Vermögensklassen nicht angekommen. Das zeigt der fünfte Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung. „Die unteren 40 Prozent der Beschäftigten haben 2015 real weniger verdient als Mitte der 90er Jahre“, sagte Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD).

Die Ungleichheit in den Vermögen habe sich durch die positive wirtschaftliche Entwicklung nicht wirklich verändert. „Der Bericht zeigt uns, dass es eine verfestigte Ungleichheit bei den Vermögen gibt. Die reichsten zehn Prozent der Haushalte besitzen mehr als die Hälfte des gesamten Nettovermögens. Die untere Hälfte nur ein Prozent“, sagte Andrea Nahles.

Mahnungen der Kirche, Eigentum breiter zu streuen (EKD -Denkschrift „Eigentum in sozialer Verantwortung“ (1962), wurden bisher nicht gehört.

Mitten in einer Welt des brutalen Egoismus vieler Menschen hören wir die Geschichte von der Frau, die so zärtlich und liebevoll zu Jesus ist, und die Geschichte von Jesus, der umstellt von Verrat und Mord, auf seinem letzten Weg liebevollen Trost erfährt. Und die Geschichte endet mit Jesu Ankündigung: „Wo das Evangelium gepredigt wird in aller Welt, da wird man auch das sagen zu ihrem Gedächtnis, was sie jetzt getan hat.“

Maschiach (Messias) in hebräischer, Christus in griechischer Sprache, d.h. der Gesalbte, wird Jesus genannt. Die ihn zärtlich lieben wie die Frau, die ihn salbte, erkennen in ihm den Erlöser. Wie den Petrus fragt er uns: „Hast du mich lieb?“ Oder er bestätigt uns wie diese Frau: „Sie hat ein schönes Werk an mir getan.“ „Heilige Verschwendung“ hat der Theologe und Religionsphilosoph Paul Tillich (1886-1965) ihre Tat aus überströmender Liebe genannt. Die Geschichte der Menschheit ist nicht nur das Schlachtfeld brutaler Kämpfe. Sie ist auch die Geschichte von Männern und Frauen, die verschwenderisch Liebestaten verschenkten. „Das Geheimnis ist immer die Liebe“, heißt ein Buch von Schwester Karoline Meyer. Eine Delegation von Frauen der westfälischen Kirche hatte sie vor dem Weltgebetstag in Santiago de Chile besucht. Sie blieb nicht bei ihrem Orden, sondern folgte ihrem Herzen und blieb bei den Armen in Elendsviertel. In Zeiten der Militärdiktatur brachte sie Flüchtlinge in Sicherheit und baute schließlich das große Sozialwerk Fundación Christo Vive auf. So verhindert sie bei vielen Menschen den Absturz in Drogen und Kriminalität und sorgt für Ausbildung und den Weg in ein gutes Leben. Solidarische Hilfe ihrer Förderer begleitet sie auch an der Überwindung der Armut, der sozialen Ungerechtigkeit.

Verschwenderische Liebe geschieht im Dienst für eine neue Schöpfung. „Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur“, sagt der Apostel Paulus (2. Kor. 5,17). Verschwenderische Liebe ist die Antwort auf Gottes verschwenderische Liebe in Natur und Geschichte, in der Schöpfung und Erlösung. Die bunte Pracht der Blumen, der Gesang der Vögel erinnert daran. Die Lilien auf dem Feld, die Vögel unter dem Himmel sind – so die Predigt Jesu – die kleinen Lehrmeisterinnen der Güte Gottes. Menschen werden krank, wenn sie keine Liebe bekommen und auch, wenn sie keine Erlaubnis und Gelegenheit bekommen, Liebe zu üben. Die neue Schöpfung lebt von der Liebe.

Die Geschichte von der Salbung in Bethanien sagt uns: Denkt nicht immer nur an das Nützliche und rechnet den Wert einer Bemühung nicht nur in Geld aus, auch wenn das auf dem Markt verlangt wird! Haltet euch offen für den schöpferischen Augenblick! Lasst das Ehrenamt zu: Das Tun des Guten, auch ohne Bezahlung! Vergesst bei aller Anstrengung und Arbeit die Freude nicht! Lernt von den Christinnen und Christen, die Christus zuliebe Gutes tun! Lernt auch, ein liebes Geschenk anzunehmen! Und vertraut dem, der aus Liebe sein Leben opferte und so Christus wurde, der Gesalbte, unser Erlöser, der uns mit Gott versöhnt, mit Gott, der die Liebe ist.

                                          Amen

 

Ostern, Horizont der Zukunft. Von Dr. Reinhard Gaede

Pfarrer i. R.
32052 Herford

Ostern. Horizont der Zukunft.

Die Predigt des Apostels (1. Kor. 15, 20)

Das ist Ostern.

Gottes großes ,Nun aber‘ in die Welt des Sterbens hinein. Dies ist eine Nachricht, die der christlichen Botschaft, unserer Kirche den Namen gegeben hat. Evangelium, evangelisch ist abgeleitet vom griechischen Wort ‚euangelion’, ‚gute Nachricht’. Gottes Wirklichkeit bleibt die letzte Wirklichkeit. Vor ihr muss auch die Macht verblassen, welche die Welt ängstigt und jagt, der Tod. Weil Christus auferstanden ist, sollen alle Menschen sich erheben. In seine Bewegung sollen wir uns einreihen. Oder wir werden mitgerissen. Zuschauer wird es nicht geben. Denn wir sind mit Seinem Schicksal verbunden. Er geht uns voran, als Erster, der mitzieht.
Das war sein Schicksal, mit dem wir verbunden sind: 1. Bild: Menschen, die traurig sind, in tiefster Verzweiflung. Die Jünger. Wer von uns kann sich vorstellen, wie Verzweiflung ist? Wir sehen Gesichter, verdeckt von Händen, in die das Gesicht sich vergräbt. Tränen oder auch steinerne Gesichter, leer, für die es Befreiung wäre, wenn sie weinen könnten. Zielloses Hin-und Herlaufen, Suchen nach Verstecken. Der, durch den das Leben sinnvoll und glücklich geworden war, ist tot. Tot sind die Hoffnungen.
Was ist beim Tod so quälend? Simone de Beauvoir, eine berühmte Frauenrechtlerin, schrieb:
„Manchmal ist mir der Gedanke, mich ins Nichts aufzulösen, genauso abscheulich wie früher. Voller Melancholie denke ich an Bücher, die ich gelesen, an Orte, die ich besucht habe, die ganze Musik, die ganze Malerei, die ganze Kultur, so viele Bindungen, plötzlich bleibt nichts mehr.“ Ja der Gedanke an das Auslöschen einer geliebten Person, an unser eigenes Auslöschen, an den Tod ist quälend. Manche unserer lieben Patienten haben im Alter ihr Gedächtnis nicht mehr, sind ganz auf Fürsorge angewiesen. Der Tod greift tief ins Leben ein.
Bild: Die Verzweiflung.
Bild: Licht fällt in das Grab. Die Grabkammern zur Zeit Jesu wurden geschlossen durch
riesige Rollsteine. Der Rollstein ist weggerollt, das Grab ist leer. Licht fällt in das Grab. Das
Dunkel weicht zurück. Nun ist es kein Grab mehr, sondern eine Felsenkammer, geöffnet, in
die Licht fällt, der Eingang, der Ausgang ist frei. Das Grab hat den toten Jesus von Nazareth
nicht halten können.

Wie kommen wir dazu, von dieser Geschichte zu sprechen, die unsere Vernunft herausfordert? Tatsächlich haben wir ja keine Vorstellungsmöglichkeit des Verstehens. Sondern nur die: Gegen den Tod ist kein Kraut gewachsen. „Es ist nichts zu machen.“ Warum haben die biblischen Zeugen uns diese Geschichte zugemutet? Sie haben es nicht freiwillig und von selbst getan. Und als die ersten Zeugen, die Frauen, die Nachricht überbrachten, stießen sie auf lauter Unglauben. Ja, die Frauen selbst erlebten die Erschütterung ihrer Vorstellungsmöglichkeiten von der Endgültigkeit des Todes mit Zittern und Entsetzen. Am besten ist es, in der Debatte mit Naturwissenschaftlern und Historikern zuzugeben, was die Bibel auch sagt: Dass überhaupt keine Erfahrungsgrundlagen da waren, welche die Nachricht von der Auferweckung Jesu untermauerten. Aber diese Unerklärbarkeit sollte man auch als Grenze des Denkens stehen lassen und die Grenze nicht in Richtung der Gegenbehauptung überschreiten, als sei der Vorgang eine Halluzination gewesen, etwas was man sich ausgedacht hat. Tatsächlich wäre dieser Schluss unvernünftig. Denn alles vernünftige Fragen kommt bis zu diesem Rand, den das Geschehen wie einen Krater aufgeworfen hat. Zuerst waren die Jünger verzweifelt, verstreut, verängstigt, in Verstecken.

Auf einmal kommen immer mehr, die mutig und fröhlich auf die Straßen ziehen, von den Dächern rufen, später sogar den Märtyrertod für die Wahrheit ihrer Worte erleiden: Der Herr ist auferstanden. Er hat den Tod besiegt. Er ist lebendig. Alle seine Worte gelten noch. Er ruft uns. Unerklärlicher Wechsel, Erklärbar allein vom Erlebnis her, das sie hatten. Der Tote war ihnen als Lebendiger erschienen. Für dieses Erlebnis gab es die einzige Erklärung: Er ist auferweckt worden, wie man vom Schlaf aufgeweckt wird.
Welche Glaubwürdigkeit hat diese Nachricht? Der Apostel Paulus führt vor der Korinthischen Gemeinde den Wahrheitsbeweis, der damals anerkannt war unter Historikern, beim griechischen Historiker Herodot bezeichnet als „autopsia“. Berichtet wird, was man selbst gesehen hat. Und die Namen von Zeugen werden angegeben, die man befragen kann. So wird eine Nachricht vertrauenswürdig, gut bezeugt. Und so berichtet Paulus: Petrus hat den Auferstandenen gesehen, dann die Zwölf, dann 500 Brüder auf einmal, dann Jakobus, dann Paulus selber, der durch diese Erscheinung des Auferstandenen aus einem leidenschaftlichen Gegner des Christentums zu seinem größten Missionar, Prediger und Seelsorger wurde.“

Christ ist erstanden.“ Eine Nachricht die froh macht, alle die unter der Macht des Todes leiden, alle die leiden unter der Macht des Bösen in unmenschlichen Verhältnissen.
Paulus gehörte zu diesen Menschen. Täglich muss er sterben, sagt er einmal: Mit wilden Tieren kämpfen, verprügelt, verleumdet, gefangen, gesteinigt werden, beraubt sein (2. Kor. 11, 23 ff) – Er kann es nur ertragen, weil er weiß, eines Tages ist es vorbei. Wie er sein Kreuz mit Christus trägt, wird er auch einmal an seiner Herrlichkeit Anteil haben. In seinen Leiden für Christus ist Christi Sieg verborgen gegenwärtig. Die Gegenwart des Gekreuzigten zeigt sich so, dass er mitgeht durch das Leiden.
Aber wie kann man das den Korinthern sagen? Über ihren Gemütszustand sagt er einmal: Sie sind satt. Sie sind wie Herrschende (4, 8). Sie warten nicht auf die Auferstehung der Toten. Das neue Leben glauben sie schon zu haben wie einen festen Besitz. Das genügt ihnen. Leid und Tod verdrängen sie „Wir sind schon auferstanden“, sagen sie. So schweben sie wie auf Wolken. Eine weltentrückte Frömmigkeit. Diese Selbstsicherheit geht in Korinth einher mit Gleichgültigkeit in Fragen des Handelns. Welt und Leib sind unwichtig geworden. Entweder besteht das Leben nur noch aus Verboten. Man lebt asketisch. Oder im Gegenteil wie die Wüstlinge nach der Devise: „Lasst uns essen und trinken, denn morgen sind wir tot.“ Das Hoffen und Warten auf Christus haben die reichen und satten Korinther verlernt. Glaube ist eine religiöse Stimmung geworden.
Seelsorgerlich eindringlich fragt Paulus nach der Tragweite unserer Hoffnung. Ist es die Hoffnung, die sich bewährt an der Realität? Bewähren muss sie sich an der Realität des Todes. Zum Menschen gehört der Tod. Mit seinem Auslöschen der Lebendigkeit aller Gedanken und Bewegungen. Mit seiner Verwesung des Leiblichen. Letztlich nicht umdeutbar, nicht zu verdrängen. Den „letzten Feind“ nennt Paulus diesen Tod. Erst wer ihm entgegengesehen, entgegengedacht, gleichsam sein Testament gemacht hat, weiß was Christus vermag, was wir von ihm erhoffen dürfen. Adam, in der Bibel der Vertreter aller Menschen, hört das Wort: „Du bist Erde und sollst zu Erde werden“. Aus dem, was von ihm übrig bleibt, Erde und Asche, wird sich nichts Unzerstörbares erheben. In Adam, d. h. als Menschen sterben wir alle. Aber das ist die Osternachricht: „In Christus werden alle lebendig gemacht werden.“ Das heißt: Durch den Glauben an ihn empfangen wir, was er uns schenkt: Ewiges Leben. Wie er an unserem Schicksal teilnahm, in den Tod zu gehen, so ist er für uns auferstanden, um den Tod zu überwinden. Nicht vom ersten Ostertag spricht Paulus jetzt, sondern vom letzten Ostern für alle Welt. Wie Luther noch sagte: Vom „lieben jüngsten Tag“.

Das Ende ist nicht die Vernichtung, sondern die Vollendung dieser Schöpfung. Dieser Schöpfung, von der Gott sagte, sie war sehr gut, die das Geschöpf in Auflehnung gegen seinen Schöpfer immer wieder mit tödlicher Verwüstung überzogen hat, sie wird einmal ganz
von der Liebe Gottes erfüllt sein, „damit Gott sei alles in allem“. Dann ist das Reich Gottes vollendet, wenn einmal nur noch Gottes Liebe regiert. Ostern sagt an, dass die ganze Welt eine Zukunft hat. Das ewige Leben ist die göttliche Antwort auf die Frage nach dem Schicksal des Einzelnen. Reich Gottes – wie die Evangelien sagen – „Gottes Sein in allem“ – wie Paulus sagt – ist die göttliche Antwort auf die Frage nach dem Geschick der ganzen Welt. Eine Welt, in welcher der Tod nicht mehr ist, Leid und Schmerz nicht mehr, sondern nur Geborgenheit in der Nähe Gottes. Auch zerstörerische und Angst machende und niederdrückende Macht von Menschen über Menschen gibt es dann nicht mehr. Wie Jesus von Nazareth seinem Vater im Himmel gehorsam war, so wird auch der Auferstandene, Christus, der Weltenherrscher, zum letzten Mal gehorsam sein und somit alle Kreatur einbeziehen in das Leben vor Gott. So dass alles Leben wieder unter dem Zeichen ist, nach dem der Schöpfer und Erlöser regiert. Dem der Liebe.
Ostern wird es. Der Apostel sieht prophetisch den Himmel offen. Ostern, Neubeginn einer Menschheit, die nicht mehr unter der Geißel des Todes zwischen Angst und Verbrechen taumelt. In Frankreich, in der Gegend von Piemont, gibt es einen alten Osterbrauch. Wenn am Morgen des 1. Ostertages die Glocken läuten, laufen Kinder und Erwachsene zum Dorfbrunnen. Mit dem klaren kühlen Wasser waschen sie sich die Augen. Eine Zeichen-Handlung, eine Art Gebet um Osteraugen. Wir wollen besser sehen, was durch die Auferstehung für Welt und Mensch anders wird.
Manchmal gelingen uns Demonstrationen für Gottes Reich wie dem kleinen Heiligen, von dem Albert Schweitzer erzählt – und wer sein Leben kennt, merkt, dass er von sich erzählt. Der kleine Heilige erschrickt nicht, als der Engel ihn, in die Ewigkeit abholen will, denn er freut sich darauf. Aber du siehst ja, was hier noch für ein Berg Geschirr abzuwaschen ist, lässt sich das mit der Ewigkeit nicht noch so lange hinausschieben? Der Engel sieht ihn freundlich an und verschwindet. Eines Tages treffen sie sich im Garten. „Sieh dir das Unkraut hier an“! sagt der kleine Heilige. Der Engel lächelt und entschwindet. So werkte der Kleine fort, und die Zeit ging hin. Dann trafen sie sich im Krankenhaus, wo der Kleine von Bett zu Bett eilte,
um alle zu versorgen. Diesmal breitet er nur viel sagend die Arme aus. … Aber einmal liegt er
erschöpft auf seinem Lager und fühlt sich ganz alt und müde. Da wünscht er selbst den Engel herbei. Und als er kommt sagt er: „ Wenn du mich noch nimmst, so bin ich nun bereit, in die Ewigkeit einzugehen.“ Da sagt der Engel freundlich zu ihm:“ Was glaubst du wohl, wo du die ganze Zeit gewesen bist“?
Unsere Schritte des Alltags gehen wir im Licht von Ostern. Es erlischt nicht, auch wenn wir die Augen schließen. Hoffnung auf Christus befreit zum Leben und zur Liebe.
Amen

Fight Club Deutschland: Mehr als 35 Massenschlägereien in kürzester Zeit – philosophia perennis

„Waffen: Messer und Machete und das Rudel-Verhalten mancher Kriminellen erschwert erheblich den Selbstschutz. Wenn selbst sieben Polizisten verprügelt werden (u.a. 5. April), wie soll denn der normale Bürger sich dagegen wehren können?

06.04.2017

https://philosophia-perennis.com/2017/04/06/massenschlaegereien/

Raum Detmold: Britischer Hassprediger plant Schulungswochenende

Raum Detmold: Britischer Hassprediger plant Schulungswochenende

Radikaler britischer Prediger Haitham al-Haddad veranstaltet wieder Schulungstreffen

Das Frühjahr lockt auch wieder einen radikalen britischen Prediger nach Deutschland, der hier seine Anhängerschaft unterweisen möchte. Das Drei-Jahres-Programm sieht – in zeitlichem Abstand zum Treffen jetzt Ende März – im Mai die Prüfungen vor. Auf der Insel gibt es einen ganzen bunten Strauß an Institutionen nebst einer Art Stiftung („Muslim Research and Development Foundation“) und einem Medienkanal. Wie man das mit den angegeben etwa 500.000 Pfund Jahresumsatz alles machen will, bleibt zur Zeit noch das Rätsel dieser Gruppierung. Die Gruppe um Haitham al-Haddad ist also höchst aktiv, auch in Norwegen wurden sie schon gesichtet z.BDa der Herr u.a. ein Fan von Osama bin Laden ist und andere extremistische Positionen vertritt, wurde schon letztes Jahr auf seine Treffen aufmerksam gemacht:

https://vunv1863.wordpress.com/2016/04/06/die-muslime-der-zukunft/https://vunv1863.wordpress.com/2016/04/07/die-muslime-der-zukunft-ii/

Quelle: Raum Detmold: Britischer Hassprediger plant Schulungswochenende

Hassprediger: Seminare im Grünen

Da beide Prediger zu den Personen gehören, die Personen langfristig einbinden und radikalisieren können, ist deren Betätigung äußerst kritisch zu sehen. Ob man, hätte man vorher Bescheid gewußt das hätte unterbinden können, ist nicht klar. Es ist eine „private“ Veranstaltung. Allenfalls hätte man auf den Vermieter einwirken können. Auch ist die Kooperation eine höchst problematische Sache: Nicht nur bringt man mehr Personen zusammen, sondern kann – sollte sich das als echte Kooperation herausstellen – die Frequenz der Anhänger-„Betreuung“ erhöhen. Das verringert die Chancen, dass die Männer wieder aus diesen Gehirnwäsche-Zirkeln herausfinden.

Quelle: Hassprediger: Seminare im Grünen

Religionsfreiheit versus Islam? Nein, umgekehrt!

Artikel 4 (Glaubens- und Gewissensfreiheit)(1) Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich.
Was sagt der Islam dazu ?

Zunächst einmal lehnt der Islam nationale Strukturen von Völkern, die nicht dem islamischen Gesetz folgen, ab. Dieser Tatsache muss man sich immer wieder bewusst werden, wenn man über Vergleiche spricht.

Muslime fühlen sich dem Islam gegenüber verpflichtet, haben damit größte Schwierigkeiten, Loyalität ihrem Lande gegenüber zu rechtfertigen, wenn das Land nicht islamisch ist. Ein echter Muslim glaubt, die Welt müsse der Herrschaft des Islam unterworfen werden. Damit ist die Glaubensfreiheit im Islam unterdrückt.

Von Geburt an hat ein Muslim kein Recht auf die Wahl seines Glaubens. Im Gegenteil, wird ein Muslim “verdächtigt”, sich zu sehr um eine andere Glaubensrichtung zu bemühen, bekommt er große Probleme, auch aus seinem verwandtschaftlichen Umfeld, von der Scharia ganz zu schweigen ( ist das religiös legitimierte, unabänderliche Gesetz des Islam ).

Verbotene Handlungen werden durch die im Koran vorgesehenen Strafen (hudud) geahndet, dazu zählt auch Apostasie (Kirchenaustritt, Übertritt zu einem anderen Bekenntnis, Konversion ). Im Islam gilt auch heute noch die Todesstrafe für Apostaten.

Damit ist klar erkenntlich; eine Glaubensfreiheit im Islam ist nicht vorhanden!

Es gibt keine Gewissensfreiheit im Islam. Jeder Muslim der den Islam in Frage stellt wird als verrückt betrachtet. Die Berufung auf sein Gewissen würde einen Muslim in die Psychiatrie bringen ( zumal ein Denkansatz zu einem eigenen Gewissen bereits in der Kindheit durch Koranschulen, mit gebetsmühlenartigen auswendig lernen von Suren und Versen einer Gehirnwäsche gleich kommt ). 

(Quelle: https://de.europenews.dk/-Koransuren-die-im-starken-Widerspruch-zu-Artikel-4-Grundgesetz-stehen-78531.html
Siehe auch:

Was brächte ein Islam-Gesetz?

http://www.achgut.com/artikel/was_braechte_ein_islamgesetz